Aktuelle Planungsthemen an Rheinland- und Westfalendamm

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ziffer4STADT-ALLEE, STADTBAHN, STADT-DENKMAL

Wiedergewinnung der mehrreihigen B1-Allee

Sie reichte noch 2006 über 7,5 Kilometer von Emscher bis Marsbruchstraße, verlor seither über einen Kilometer, zeigt Lücken und Schäden. Jetzt geht es um ihren Schutz, um ihre Entwicklung als Ganzes. Sämtliche Bäume, nicht nur die im Mittelstreifen, gehören bewertet. Die Bedrohung dieses Juwels – Teil der deutschen Alleenstraße – zeigt die Notwendigkeit eines übergreifenden Entwicklungskonzepts. Die Vervollständigung und Erneuerung dieser einzigartigen Stadtallee bietet Chancen, auch einer Image-Aufwertung unserer Stadt.

Bild 13: Noch 2006 erlebbar: ziemlich gute Allee östlich Schnettkerbrücke
Bild 13: Noch 2006 erlebbar: ziemlich gute Allee östlich Schnettkerbrücke

Fazit

  • Mut zur vervollständigten, erneuerten B1-Allee, einer Image-Renovierung, mit der Dortmund positiv überrascht
  • „Zukunft braucht Herkunft“ – der Respekt vor unserem kulturellen Erbe gilt auch für die B1-Achse
  • Ziehen die Bauleute 2022 ab, müssen Stadtbahn und Allee, Denkmal und B1 besser sein als heute

Stadtbahnausbau der U47 am Westfalendamm

Die Streckenführung ist weiter  in der Diskussion. Barrierefreiheit, Technik und Sicherheit, Naturschutz und Kosten, aber auch die Fuß- und Radwege sind zu betrachten. Soll die U-Bahn entlang der B1 zukünftig Schlangenlinien fahren, die Allee auf Dauer unterbrochen und verkrüppelt bleiben? Gibt es eine Lösung mit vollständiger Allee? Welche gesunden Großbäume können verpflanzt werden? Vor- und Nachteile ebenerdiger Übergänge oder Fußgängerbrücken mit Aufzügen müssen auf den Tisch.

Jetzt wird das "B 1-Haltestellenkonzept" um weitere Varianten erweitert, Alternativ-Vorschläge werden ins Dialogverfahren einbezogen. Die B1-Initiativen danken der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost sowie den Ratsgremien: den Vorschlägen für das Dialogverfahren zur Gartenstadt wird gefolgt, dem Rat ein neuer Entscheidungsvorschlag vorgelegt.

Bild 14: Planschema, das weder Stadtbahn noch Allee gerecht wird: Zukunft?
Bild 14: Planschema, das weder Stadtbahn noch Allee gerecht wird: Zukunft?

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forderte eine frühzeitige Bürgerbeteiligung in einem sachlichen, unabhängig moderierten Dialog unter Bürgern, Politik und Fachleuten. Alle vereint die Sorge um die Allee in ihrem ursprünglichen Charakter. Jetzt kommen Alternativen auf den Tisch. Fragen zur Bewertung und den Gutachten wollen beantwortet werden. Die Entwicklung des Stadtraumes der B1 in der Gartenstadt als Ganzes steht an.

Ein Zielkonzept fürs Ganze, schrittweise Verbesserung

 

Auch für den Bereich der stark geschädigten Linden muss eine Verbesserung sowohl für die Fahrgäste wie die Allee gelingen, möglichst im ursprünglichen Charakter. Mit und ohne Tunnel, zeitgemäße Fuß- und Radwege gehören zum Straßenquerschnitt dazu. Langfristige Weichenstellungen brauchen Sorgfalt und den Dialog der Ideen, dazu gehören anschauliche Pläne.

Nicht zu vergessen: die B1 ist seit 2014 ein „Stadtbereich mit besonderer Denkmalbedeutung“. Vor 100 Jahren wurden Gartenstadt und Hauptfriedhof aus denselben planerischen Wurzeln entwickelt. Für das verbindende Element der alten Reichsstraße 1 als Denkmal gilt das Ziel: Bewahren und Sichern von Strukturen ... Ansichten und Sichträumen von historischen Bereichen ... insbesondere der öffentlichen Freiflächen und Alleen.“ Sogar Fördermittel gibt es dafür.

Bild 15: Heutige B1-Achse als Allee mit Gartenstadt im historischen Luftbild von 1926
Bild 15: Heutige B1-Achse als Allee mit Gartenstadt im historischen Luftbild von 1926