A40-Planfeststellungsbeschluss für den östlichen Stadteingang
BETON STATT INTELLIGENZ UND AKZEPTANZ IM OSTEN
Update 2026: Der letzte Bauabschnitt beim Vollausbau der B1 zur A40 zwischen Hauptfriedhof und der B236 wäre unverantwortlich.
2027 soll es losgehen: Auf rund einem Kilometer B1 soll die Realisierung dieses 3. Bau-Abschnittes (BA) beginnen. Grundlage ist der längst entfallene A40-Tunnel. 2022 hatte NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes mitgeteilt, das Zeitfenster für den Bau des B1-Tunnels habe sich geschlossen. Weder Planungs- noch finanzielle Kapazitäten seien vorhanden.
Trotzdem steht jetzt ein massiver, sinnloser Eingriff bevor: Die für den Wirtschafts-Standort wichtige städtebauliche und kulturlandschaftlich wertvolle Stadtkrone Ost soll zur verlärmten Autobahn-Schneise wie in Essen mit Lärmschutzwänden bis zu 12m Höhe werden. Ohne den geringsten verkehrlichen Nutzen, auch in der Zukunft.
Dazu schlagen wir ein Moratorium (Vereinbarung, den Bau für eine Bedenkzeit aufzuschieben) vor.
Was es mit dem 3. BA A40-Vollausbau Stadtkrone Ost auf sich hat, ist in einer Präsentation dargestellt.
Hier zur Präsentation--> „Was es mit dem 3. BA A40-Vollausbau Stadtkrone Ost auf sich hat“
Update 2022: Der sechsstreifige Ausbau der B1 von Unna bis zur B236 in Dortmund zur A40 erweist sich als verkehrlich unsinniges Vorhaben.
Eine bereits heute sechsspurige Fahrbahn besteht innerhalb Dortmunds (Leni-Rommel-Straße bis B236), sodass die Leistungsfähigkeit nicht erhöht wird. Staus entstehen an Signalanlagen, vor allem am Knoten Semerteichstraße/Voßkuhle, mit Rückstau bis über die B236 nach Osten hinaus, daran wird sich nichts ändern. Zwischen Unna und Leni-Rommel-Straße aber waren Staus praktisch unbekannt.
Auch der lange beschworene Tunnel in der Gartenstadt hätte am nächsten Engpass, der vier-streifigen Unterführung an der Märkischen Straße nichts geändert. Den Preis einer anschließenden, mindestens acht-streifigen oberirdischen Trasse mit Kahlschlag und "eingemauert" bis zum Knoten B54 wollten die Dortmunder Verantwortlichen nicht zur Kenntnis nehmen. Bund und Land NRW haben das Drama mangels Wirtschaftlichkeit schließlich beendet. Dortmund hat einen Autobahnring, braucht auch keine Volluntertunnelung: Die Verkehrsplanung muss angepasst werden.
Der Ausbau für Tempo 130 ist bei den geringen Anschlussabständen in städtischer Umgebung unsinnig, überdimensionierte Lärmschutzwände sind die Folge. Zugleich setzt Die Autobahn den Komplettverlust der B1-Allee zwischen Am Gottesacker und Marsbruchstraße durch – trotz vereinbartem Gestalthandbuch B1/A40 und einem vom Rat beschlossenen Konzept für eine mögliche neue, beidseitige Alleepflanzung.
Dabei sind die Problematik des Zustauens der Knotens B1/B236 sowie gefährlich kurzen Auf- und Abfahrten ungelöst, der geplante halbseitige Fahrbahnausbau zur Autobahn an der Stadtkrone Ost ist verkehrlich dysfunktional, dazu städtebaulich miserabel. Der Westfalendamm sollte bis zum Anschlusspunkt Am Gottesacker eine Stadtstraße bleiben.
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Rechtskräftige A40-Planungen fügen Dortmund erheblichen Schaden zu
Lärmschutz ist wichtig. Schon deshalb war die Einstufung der A40 für Tempo 130 in der Stadt unangemessen. Die Folgen sind überdimensionierte, bis zu 8 Meter hohe Lärmschutzwände an der Stadtkrone Ost. Diese wären bei zeitgemäßer Verkehrssteuerung und Geschwindigkeitsregelung so nicht nötig. Nichts rechtfertigt auch den unwiederbringlichen Verlust der gesetzlich geschützten B1-Allee.
Der Bau einer ungestalten Autobahn im Abschnitt zwischen B236 und Anschlussstelle Aplerbeck zerstört Dortmunds weitbekanntes östliches Eingangstor, den neuen Dienstleistungsstandort und ein historisches Stück Stadtidentität für immer.
Eine A40-Baugenehmigung liegt vor. Die vom Rat der Stadt eigens beauftragte „Gestaltungskonzeption der Verkehrsbauwerke“ wurde ignoriert. Der Oberbürgermeister hat fest vereinbarte Planungsregeln des regionalen Gestalthandbuchs A40 / B1 – gemacht für Lagen wie an der neuen Bundesbank und dem ADAC-Gebäude – aufgegeben. Aus dem Versagen im Westen wurde nichts gelernt.
Fazit
- Gewollte Autobahn-Raserei, die im Stau endet, gestaltloser Ingenieurbrutalismus pur mitten in Dortmund, ungebremster Verkehrsdruck auf die überlastete B1.
- Keine wirkliche Vorsorge für die Verbesserung des B236-Knotens, keine Rücksicht auf die Stadtbahn-Fahrgäste und das Image des Unternehmens-Standorts.
- Am Ende soll alles bunt werden, daüber Graffiti überall. Prost Dortmund!

meint: Ein Autobahn-Vorhaben, das mehr neue Probleme schafft, als es alte löst, soll jetzt Realität werden? Dortmunds Stadtkrone Ost kommt ohne Not unter die Räder, die Stadt will ihr Aushängeschild des Allee-Stadttores aus der Hand geben.
Noch immer könnte der Autobahn-Ausbau westlich der Anschlussstelle Aplerbeck zu einem stadtverträglichen Abschluss gebracht werden. Lösungen liegen lange vor. Die Autobahn kennt sie.
Am Neubaugebiet Stadtkrone Ost muss – ohne den gescheiterten Tunnel – auf jeden Fall umgeplant werden: Der Westfalendamm muss Stadtstraße bleiben!
Wer rettet den östlichen Stadteingang mit der Stadtkrone Ost?
Die Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg für den sechsstreifigen Ausbau der B1 zur A40 zwischen B236 und Kreuz Unna liegt vor.
Eine Verbesserung der Planung für einen leistungsfähigen sechs-streifigen Ausbau an der Stadtkrone Ost ist noch immer möglich.
Selbst eine vorläufige Zurückstellung der Realisierung dieses verkehrlich unbedeutenden Teilabschnitts ist unproblematisch. Denn die früher oberirdisch kreuzende Stadtbahn ist bereits „unten“, der Verkehr kann frei fließen.
Unausgegorene Planung hate Folgen für andere B1-Abschnitte
Die gefährliche südliche Auffahrt von der B236 wird festgeschrieben. Völlig unklar war, wie an diesem Engpass ein sechsstreifiger Tunnel später an das Kreuz B1 / B236 angeschlossen werden könnte. Und wo sollten die sechs Tunnelspuren als Rampen in die Erde gehen? Wie passte dieser Tunnel mit Auf-und Abfahrten in den Stadtraum? Jetzt baulich einengende Fakten zu schaffen erschwert einen Tunnel.
Nachteile für Stadtbahnausbau: Für die Stadtbahn-Planung im ausgeklammerten Mittelstreifen der B1 und ebenso für die Fahrbahnen zwischen Am Gottesacker und B236 liegt keine Lösung vor. Wieso ein unkoordiniertes Einzelvorhaben, wo die Planer zukünftig jeden Dezimeter Breite gebrauchen? Hier ist weitsichtige Ingenieurplanung für Straßen-, Schienen- und Haltestellenausbau gefragt.
Nachteile für die ganze Stadt:
Der jetzt beginnende Ausbau östlich der B236 wird mehr Stau erzeugen als vermeiden, da die B1 in die Stadt hinein schon überlastet ist. Mehr Lärm und Luftschadstoffe sind die Folge, ohne dass der Verkehr im Osten besser fließt. Es ist unverantwortlich, jetzt unnötigen Verkehrsdruck zu schaffen, der nur mit einem Tunnel zu bewältigen wäre. Dessen Planung ist aber nicht absehbar.
