Stadtbahn-Planung am Westfalendamm

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STADTBAHN, STADT-ALLEE, STADT-DENKMAL

im Dialog

Abgebrochener Stadtbahn-Dialog - auf Hoffnung folgte Enttäuschung

„Herausgestellt hat sich, dass diese Zeit nicht ausreichend war, um die komplexe Thematik erschöpfend zu diskutieren. Geschweige denn, um Fragestellungen, die sich aus den alternativen Entwürfen der Bürger- und der Fachinitiative ergaben bzw. die im Dialogprozess zusätzlich aufgeworfen wurden, in der nötigen fachlichen Tiefe zu diskutieren und zu beantworten.“ (Abschlussbericht der IKU-Moderatoren, Seite 9).

 

→ Zu unserem Dialog-Kurzbericht

→ Zum Abschlussbericht Dialog U47

Beschluss ohne Sach-Begründung: Ende 2018 wurde dem Rat der Stadt  die „Vorzugsvariante“der Verwaltung  aus 2016 erneut vorgelegt und bestätigt, wesentliche Planungsmängel und Risiken blieben unverändert.

Diskussion geht weiter, Ratsbeschlüsse nicht in Stein gemeißelt

Der Naturschutz-Beirat will  eine Neupflanzung  der Allee im Bereich Voßkuhle bis Max-Eyth-Straße als insgesamt beste Lösung, nicht geschädigte Bäume sollen verpflanzt werden. (Beschluss vom 12. Juni 2019). So kann die Planung dem Natur-, Landschafts- und Kulturlandschaftsschutz sowie allen anderen Entwicklungsbelangen gerecht werden. Dazu gehören sichere, komfortable Wegeführungen für ÖPNV, Rad-, Fußgänger- und v.a. den Schülerverkehr.

→ Hier geht's zum Beiratsbeschluss zur Neupflanzung

Die B1-Initiativen erkennen ihre unterschiedlichen Vorschläge gegenseitig an und werden sie in jedem Fall der Verwaltungsvariante vorziehen. Sie haben die  Bezirksvertretungen und den Rat am 04. Juli 2019 gebeten, den im Dialog aufgerufenen Fragen eine Chance auf Beantwortung zu geben. Sie bestehen auf einer gerechten Prüfung der Alternativvorschläge sowie auf einer qualifizierten Varianten-Bewertung.

→ Hier geht's zum Schreiben der B1-Initiativen an die Politik

 

Bild 14: Planschema, das weder Stadtbahn noch Allee gerecht wird: Zukunft?Alles andere als eine “Vorzugsvariante“, ein Planschema, das niemandem gerecht wird: Einzelaspekte mögen mit Ach und Krach gerechtfertigt werden, das Gesamtergebnis ist nicht in Ordnung. 

Landschafts- & Naturschutz, Umwelt- & Klimaschutz, Verkehrswende: eine bessere Zukunft entscheiden

Fachliche Argumente und Beurteilungen zeigen, worauf es wirklich ankommt.

→ Hier geht's zur Präsentation der Umweltargumente

Gravierende Sicherheits-Unterschiede der Varianten im Detail

Vor allem bei der Sicherheit für alle Verkehre im Bereich Voßkuhle/Lübkestraße/Max-Eyth-Straße gibt es Mängel im Bestand, kritische Planungen, aber auch Lösungen und offene Themen.

→ Hier geht's zu einer Varianten-Gegenüberstellung Sicherheit für alle Verkehre

→ Hier geht's um schnelles stauarmes Bauen in der Gartenstadt, Effizienz & Wirtschaftlichkeit

"Das haben wir alles nicht gewusst" - Verborgene Mängel der Vorzugsvariante kommen ins Gespräch

Barrierefreiheit & Unfall-Sicherheit, Naturschutz & Kosten, sichere Fuß-/Radwege und Schulwege sind nicht gelöst. Soll die U-Bahn entlang der B1 zukünftig Schlangenlinien fahren, die Allee auf Dauer unterbrochen und verkrüppelt werden? Sollen Klimaschutz & Verkehrswende an der B1 ausbleiben? Dürfen unsichere Überwege entstehen und gefährliche Fahrspuren auf Dauer bleiben?  Und: wer sich keine Zeit für Baulogistik nimmt, baut am längsten. Mit langen Spuren-Sperrungen auf der B1 drohen zusätzliche Staus.

Bessere Alternativen liegen auf dem Tisch: Eine Korrektur der gefährlichen südlichen Überwege und Fahrbahnen ist einfach. Die Allee-Sanierung im ursprünglichen Charakter ist möglich, gesunde Bäume können verpflanzt werden. Und die Lösung für einfachstes Bauen ohne Provisorien und Stau ist da. Zukunftsfähigkeit ist machbar.

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meint: der vorzeitige Abbruch des B1-Dialogs sollte Zeit gewinnen. Leider ist das Gegenteil der Fall, weil zu viele Fragen offen blieben.

Jetzt wird klar, dass die „Vorzugsvariante“ in der Gartenstadt  die unsicherste, beim Bauen die langsamste und aufwendigste wird, mit Stau-Erwartung für die B1.

Eine für Dortmunds „Sorgenkind“ gut integrierte Lösung, als beste, einfachste und schnellste Variante liegt auf dem Tisch.

Daneben steht die Entwicklung des Stadtraumes der B1 als Ganzes weiter an.

Bild Lübkestr. von MES
Bild Lkw blau vor MES
Bild Spuren MES von Lübkestr. her

Wiedergewinnung der mehrreihigen lückenlosen B1-Allee

Sie reichte noch 2006 über 7,5 Kilometer von Emscher bis Marsbruchstraße, verlor seither über einen Kilometer, zeigt Lücken und Schäden. Bitte kein "weiter so" im stark geschädigte Linden-Abschnitt. Jetzt geht es um ihren Schutz, um ihre Entwicklung als Ganzes. Nicht jede geschädigte Linde muss erhalten werden, gesunde Bäume können auch verpflanzt werden. Sämtliche Bäume, nicht nur die im Mittelstreifen, gehören dazu. Die Vernachlässingung dieses von unseren Vorfahren geschaffenen Juwels – Teil der deutschen Alleenstraße – zeigt die Notwendigkeit eines übergreifenden Entwicklungskonzepts. Die Vervollständigung und Erneuerung dieser einzigartigen Stadtallee bietet Chancen, auch einer Image-Aufwertung unserer Stadt.

Noch 2006 erlebbar: ziemlich gute Allee östlich Schnettkerbrücke
Noch 2006 erlebbar: ziemlich gute Allee östlich Schnettkerbrücke

Der sicherste, attraktivste, schönste ÖPNV - auch an der B1!

  • Besser sicherste Überwege, heraus aus der Fahrlinie von Kfz-Spuren, vorbildliche Schulwegsicherheit!
  • Besser die Betriebsstörungen durch B1-Verkehrsunfälle in die Gleise dauerhaft verhindern!
  • Besser die bestmögliche Barrierefreiheit ohne Brücken und Aufzüge herstellen!
  • Besser die Haltestellen mit gesunden, einheitlichen Alleebäumen wunderbar einrahmen!
  • Besser die Förderangebote des Bundes und Landes für die beste Lösung für alle einsetzen!
  • Besser nicht zweimal aufwendig bauen statt effizient "in einem Abwasch"!

Zukunft braucht Herkunft

Die B1 ist seit 2014 ein „Stadtbereich mit besonderer Denkmalbedeutung“. Vor 100 Jahren wurden Gartenstadt und Hauptfriedhof aus denselben planerischen Wurzeln entwickelt. Für das verbindende Element der alten Reichsstraße 1 als Denkmal gilt das Ziel der Denkmalbehörde: "Bewahren und Sichern von Strukturen ... Ansichten und Sichträumen von historischen Bereichen ... insbesondere der öffentlichen Freiflächen und Alleen.“ Dazu gehört, Verlorenes im ursprünglichen Charakter wiederherzustellen, natürlich in zeitgemäßer Form. Sogar Fördermittel gibt es dafür.

Heutige B1-Achse als Allee mit Gartenstadt im historischen Luftbild von 1926

Fazit

  • Der Westfalendamm darf nicht als isolierte Schienenplanung bearbeitet werden
  • Korrektur von Fehlentwicklungen statt Verfestigung und neue Gefahrenpunkte für Jahrzehnte
  • Mut zur Wiederherstellung der B1-Allee im ursprünglichen Charakter
  • Zukunftsfähigkeit für Klimaschutz und Verkehrswende gehört dazu
  • Ziehen die Bauleute ab, müssen Stadtbahn und Allee, Denkmal und B1-Verkehr für alle besser und sicherer sein als heute.

Variantenvorschlag: „Barrierefreier Stadtbahnausbau Gartenstadtallee“

Zielsetzung: Für den Bereich der geschädigten Linden muss eine Verbesserung sowohl für die Fahrgäste wie die Allee gelingen. Vorsorge für zeitgemäße Fuß- und Radwege oder regelgerechte Fahrbahnen gehört zur Planung dazu.

Grundkonzept - Merkmale des neuen Regelquerschnitts

  • Bereich: Voßkuhle bis Max-Eyth-Straße, ähnlich an der Stadtkrone Ost
  • Zukunftskonzept angelehnt an hist. Boulevardgestaltung (Stadtrat Strobel) im verfügbaren Gesamtquerschnitt (ca. 46,50 m Breite)
  • Universelle Eignung für B1, mit oder ohne Tunnel, alle Verkehrsanforderungen, Image- und Denkmalschutz, private Standort- und Flächenentwicklung
  • Vierreihige Allee-Erneuerung im ursprünglichen Charakter: vollständiger, homogen wachsender Abschnitt der Dt. Alleenstraße
  • Stufenweise Realisierung möglich, erster Schritt: Stadtbahnausbau mit Planungsvorsorge
  • Variantenkombination möglich, z.B. Fußgängerbrücken/Überwege, Baumartenwahl, Fuß-/Radwegeführungen, Haltestellenarchitekturen

Vorteile für den Stadtbahnausbau, u.a.

  • Freie Querschnittsgestaltung Schienenweg und Allee durch rationelle Klein-/Großbaumverpflanzung aller zukunftsfähigen Linden
  • Einfachster Umbau in freiem Baufeld ohne wesentliche Verkehrseinschränkungen für Stadtbahn und B1
  • Beide Verkehrsrichtungen zukünftig mit regelgerechten Querschnitt und ohne Verschwenkungen gesichert
  • Idealaufteilung schafft Mehrwert für alle Verkehrsinfrastrukturen, zukünftige Bahnsteigverlängerungen sind möglich
  • Keine B1-Unfallfahrzeuge mehr im Gleisbereich