Stadtbahn-Planung am Westfalendamm

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STADTBAHN, STADT-ALLEE, STADT-DENKMAL

im Dialog

Abgebrochener Stadtbahn-Dialog - auf Hoffnung folgte Enttäuschung

„Herausgestellt hat sich, dass diese Zeit nicht ausreichend war, um die komplexe Thematik erschöpfend zu diskutieren. Geschweige denn, um Fragestellungen, die sich aus den alternativen Entwürfen der Bürger- und der Fachinitiative ergaben bzw. die im Dialogprozess zusätzlich aufgeworfen wurden, in der nötigen fachlichen Tiefe zu diskutieren und zu beantworten.“ (Abschlussbericht der IKU-Moderatoren, Seite 9).

→ Zu unserem Dialog-Kurzbericht

→ Zum Abschlussbericht Dialog U47

Ein Beschluss ohne Sach-Begründung: Ende 2018 wurde dem Rat der Stadt  die „Vorzugsvariante“ aus 2016 ohne tragfähige Begründung erneut vorgelegt und bestätigt. Mit allen Planungsmängeln und Risiken.

Die B1-Initiativen erkennen die „Vorzugsvariante“ nicht an. Sie haben den Rat und die  Bezirksvertretungen am 04. Juli 2019 gebeten, den im Dialog aufgerufenen Fragen eine Chance auf Beantwortung zu geben. Sie bestehen auf einer gerechten Prüfung der Alternativvorschläge und qualifizierten Varianten-Bewertung.

→ Hier zum Schreiben an die Politik

 

FAKTEN & GUTE GRÜNDE für eine Neubefassung

(1) Gesamtbewertung Schienenweg und Allee

In der Gartenstadt-B1 sollen bisher lediglich die Haltestellen umgebaut werden. Bereits mehr als die Hälfte der Gleisstrecke muss dafür verlegt werden. Das macht keinen Sinn, weil die Reststrecke ohnehin erneuert werden muss – mit gravierenden Folgen: Das zeigt die Übersicht zu Planungen und Gutachten für Schienenweg und Allee. Doch die gute, integrierte wie wirtschaftliche Alternative liegt auf dem Tisch.

→ Hier zur Präsentation "Gesamtbewertung Schienenweg und Allee"

(2) Landschafts- & Naturschutz, Umwelt- & Klimaschutz: die bessere Zukunft entscheiden

Fachliche Argumente und Beurteilungen zeigen, worauf es dabei wirklich ankommt, was die Naturschutz-Fachleute als Lösung vorschlagen.

→ Hier zur Präsentation der Natur- und Umweltargumente

Der Naturschutz-Beirat will  eine Neupflanzung  der Allee im Bereich Voßkuhle bis Max-Eyth-Straße als insgesamt beste Lösung, nicht geschädigte Bäume sollen verpflanzt werden. (Beschluss 12. Juni 2019). Gewonnen werden sichere, komfortable Wegeführungen für ÖPNV, den Rad-, Fußgänger- und Schülerverkehr.

→ Hier zum Beschluss des Naturschutz-Beirats zur Allee-Neupflanzung

Die fragliche Entwicklung und Erhaltensfähigkeit der Bäume an Gleisen: Über das ernüchternd-ehrliche Baumgutachten vom Juni 2020 wurden die Gremien nur unvollständig informiert.

→ Nähe von Linden und Gleisen in der Gartenstadt-B1 ungelöst (in Bearbeitung)

34 : 52 und 44 : 72 - Baumbilanzen in Zahlen aus Gutachterdaten im Variantenvergleich am Beispiel Lübkestraße, mit gravierenden Unterschieden:

→ Baum-Bilanzierungen am Beispiel Lübkestraße

(3) Sicherheit für alle Verkehre, Unfälle zeigen Risiken

Sicherheitsmängel und Unfälle gibt’s schon im Bestand.  Gute Lösungen dafür im Bereich Voßkuhle, Lübkestraße, Max-Eyth-Straße liegen vor. Vor allem aber Argumente gegen die aktuelle riskante Planung im Detail:

→ Hier zur Varianten-Gegenüberstellung "Sicherheit für alle Verkehre"

 (4) Bauen in der B1: Logistik & Verkehr, Effizienz & Wirtschaftlichkeit, Zeit & Werte

Besondere Risiken beim Bauprozess, Verhältnis von Aufwand und Nutzen, Zeitpläne außer Kontrolle - alles spricht für eine bessere Variantenauswahl.

→ Hier zur Präsentation Bauen in der B1: Logistik + Effizienz, Wirtschaftlichkeit + Zeit

(5) Verkehrswende als integrierte Planung aller Verkehrsarten 

Bund, Länder und Städtetag fordern mehr Anteile für Fuß-, Rad-, öffentlichen Verkehr. Dazu gehören integral geplante Infrastrukturen, auch für motorisierte Verkehre. Auch die Verkehrsunternehmen wollen die Fahrgastzahlen im ÖPNV verdoppeln, das erfordert mehr Kapazität im ÖPNV. Die bessere Variante ermöglicht auch wichtige Bahnsteiglängen-Optionen.

--> Präsentation Verkehrswende als integrierte Planung aller Verkehrsarten (in Bearbeitung)

(6) Radwegeachse B1 - einfach besser machen  

Die Selbstverpflichtung der "Fahrradstadt Dortmund" zu regelkonformen Radverkehrsanlagen sollten auch an der B1 Realität werden. Alle 8 Zielfelder des Masterplan Mobilität 2030 können mit der idealen Neuaufbau-Variante bei der B1-Planung in der Gartenstadt erreicht werden.

--> Präsentation „Radwegeachse B1“ (in Bearbeitung)

(7) Neue B1-Lösungen durch Simulationen & Audits für verkehrliche Qualität & Vorsorge

Von B1 Dortmund plus angeregtes Verkehrs-Simulationsmodell bewährt: Digital nachgebaut, wurden B1 und umgebendes Straßennetz durchgespielt. Im Ergebnis ist die B1 bereits heute überlastet, ein besserer Verkehrsfluss ohne Reduzierung der Fahrzeugmenge nicht möglich. Der Knotenpunkt B1/Voßkuhle könnte die Nord-Verlängerung der Semerteichstraße nicht bewältigen. Der bis 2025 erwartete Zuwachs wird den Verkehrsknoten B1/B236 von Osten her überstauen und blockieren, doch es gibt Lösungsvorschläge. Ebenso werden Erschließungs-Lösungen für Bauvorhaben, z.B. für das Siemens-Nixdorf-Gelände überprüft. Verkehrssicherheits-Audits können für Gewissheit über Bestand und Planungen sorgen.

--> Präsentation "Simulationen & Audits für verkehrliche Qualität & Vorsorge" (in Bearbeitung)

Simulation für Stadtbahn-Planung ergaben: Zusätzliche Fußgängerüberwege an den Haltestellen Max-Eyth-Straße sowie Kohlgartenstraße sind verträglich für den Verkehrsfluss. Nur folgerichtig ist der Ratsbeschluss für den ebenerdigen Überweg an der Max-Eyth-Straße.  Doch auch auf die teure Brücke mit Aufzug an der Kohlgartenstraße kann verzichtet werden. Entgegen dem Ratsbeschluss kann auch hier der Verkehr fließen, eine Ampel bei Tempo 50 sicher sein. Dazu haben beide B1-Initiativen dem Oberbürgermeister geschrieben:

→ Hier zum Schreiben Brücken-/Aufzug-Planung Kohlgartenstraße an den Oberbürgermeister

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... leider alles andere als eine “Vorzugsvariante“:

Bild 14: Planschema, das weder Stadtbahn noch Allee gerecht wird: Zukunft?Ein Planschema, das niemandem gerecht wird, ein negatives Gesamtergebnis für ganz Dortmund. 

Stimmen aus der Wirtschaft: "Das haben wir alles nicht gewusst" - verborgene Mängel der "Vorzugsvariante" bitte vermeiden

Barrierefreiheit & Unfall-Sicherheit, Naturschutz & Kosten, sichere Fuß-/Radwege und Schulwege müssen gelöst werden. Die U-Bahn entlang der B1 soll zukünftig ohne Schlangenlinien fahren, die Image-Allee auf Dauer erhalten und verbessert werden. Klimaschutz & Verkehrswende sind vereinbar mit der Verkehrbedeutung der B1. Sichere Überwege und ordentliche Fahrspuren sind selbstverständlich. Wer sich Zeit für B1-Baulogistik nimmt, baut am schnellsten. Dortmund soll bitte nicht wegen Spur-Sperrungen im Stau zu stehen.

Bessere Alternativen liegen auf dem Tisch: Eine Korrektur gefährlicher Überwege und zu enger Kurven-Fahrbahnen ist einfach. Die Allee-Sanierung im ursprünglichen Charakter ist möglich, gesunde Bäume können verpflanzt werden. Und die Lösung für einfachstes Bauen ohne Provisorien und Stau ist da. Zukunftsfähigkeit ist machbar.

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meint: der Abbruch des B1-Dialogs sollte Zeit gewinnen. Leider ist das Gegenteil der Fall, weil zu viele Fragen offen blieben.

Gute Gründe können nach über vier Jahren konstruktiver Vorschläge noch immer die Wende zu einer besseren Entscheidung bringen.

Nicht aber manipulierte oder verhinderte Bewertungen, blockierte Fragen, abgewürgte Diskussion, zum Stillhalten gebrachte Ämter, ignorierte Fachleute und unvollständige Ratsinformation.

Bild Lübkestr. von MES
Bild Lkw blau vor MES
Bild Spuren MES von Lübkestr. her

Wiedergewinnung der mehrreihigen lückenlosen B1-Allee

Sie reichte noch 2006 über 7,5 Kilometer von Emscher bis Marsbruchstraße, verlor seither über einen Kilometer, zeigt Lücken und Schäden. Bitte kein "weiter so" im stark geschädigte Linden-Abschnitt. Jetzt geht es um ihren Schutz, um ihre Entwicklung als Ganzes. Nicht jede geschädigte Linde muss erhalten werden, gesunde Bäume können auch verpflanzt werden. Sämtliche Bäume, nicht nur die im Mittelstreifen, gehören dazu. Die Vernachlässingung dieses von unseren Vorfahren geschaffenen Juwels – Teil der deutschen Alleenstraße – zeigt die Notwendigkeit eines übergreifenden Entwicklungskonzepts. Die Vervollständigung und Erneuerung dieser einzigartigen Stadtallee bietet Chancen, auch einer Image-Aufwertung unserer Stadt.

Noch 2006 erlebbar: ziemlich gute Allee östlich Schnettkerbrücke
Noch 2006 erlebbar: ziemlich gute Allee östlich Schnettkerbrücke

Der sicherste, attraktivste, schönste ÖPNV - auch an der B1!

  • Besser sicherste Überwege, heraus aus der Fahrlinie von Kfz-Spuren, vorbildliche Schulwegsicherheit!
  • Besser die Betriebsstörungen durch B1-Verkehrsunfälle in die Gleise dauerhaft verhindern!
  • Besser die bestmögliche Barrierefreiheit ohne Brücken und Aufzüge herstellen!
  • Besser die Haltestellen mit gesunden, einheitlichen Alleebäumen wunderbar einrahmen!
  • Besser die Förderangebote des Bundes und Landes für die beste Lösung für alle einsetzen!
  • Besser nicht zweimal aufwendig bauen statt effizient "in einem Abwasch"!

Zukunft braucht Herkunft

Die B1 ist seit 2014 ein „Stadtbereich mit besonderer Denkmalbedeutung“. Vor 100 Jahren wurden Gartenstadt und Hauptfriedhof aus denselben planerischen Wurzeln entwickelt. Für das verbindende Element der alten Reichsstraße 1 als Denkmal gilt das Ziel der Denkmalbehörde: "Bewahren und Sichern von Strukturen ... Ansichten und Sichträumen von historischen Bereichen ... insbesondere der öffentlichen Freiflächen und Alleen.“ Dazu gehört, Verlorenes im ursprünglichen Charakter wiederherzustellen, natürlich in zeitgemäßer Form. Sogar Fördermittel gibt es dafür.

Heutige B1-Achse als Allee mit Gartenstadt im historischen Luftbild von 1926

Fazit

  • Der Westfalendamm darf nicht als isolierte Schienenplanung bearbeitet werden
  • Korrektur von Fehlentwicklungen statt Verfestigung und neue Gefahrenpunkte für Jahrzehnte
  • Mut zur Wiederherstellung der B1-Allee im ursprünglichen Charakter
  • Zukunftsfähigkeit für Klimaschutz und Verkehrswende gehört dazu
  • Ziehen die Bauleute ab, müssen Stadtbahn und Allee, Denkmal und B1-Verkehr für alle besser und sicherer sein als heute.

... weil die vielen Vorteile deutlich überwiegen

Variantenvorschlag: Neuaufbau-Variante

Zielsetzung: Für den Bereich der geschädigten Linden muss eine Verbesserung sowohl für die Fahrgäste wie die Allee gelingen. Vorsorge für zeitgemäße Fuß- und Radwege oder regelgerechte Fahrbahnen gehört zur Planung dazu.

Grundkonzept - Merkmale des neuen Regelquerschnitts von Voßkuhle bis Max-Eyth-Straße, ähnlich an der Stadtkrone Ost

  • Zukunftskonzept angelehnt an hist. Boulevardgestaltung (Stadtrat Strobel) im verfügbaren Gesamtquerschnitt (ca. 46,50 m Breite)
  • Universelle Eignung für B1, mit oder ohne Tunnel, alle Verkehrsanforderungen, Image- und Denkmalschutz, private Standort- und Flächenentwicklung
  • Vierreihige Allee-Erneuerung im ursprünglichen Charakter: vollständiger, homogen wachsender Abschnitt der Dt. Alleenstraße
  • Rasengleis für Lärmminderung, Entsiegelung fürs Stadtklima, Regenrückhaltung hilft Bäumen, bestes Erscheinungsbild: Zukunftsvorsorge
  • Variantenkombination möglich, z.B. Überwege, Baumartenwahl, Fuß-/Radwegeführungen, Haltestellenarchitekturen

Vorteile für den Stadtbahnausbau, u.a.

  • Freie Querschnittsgestaltung Schienenweg und Allee durch rationelle Verpflanzung aller zukunftsfähigen Linden
  • Einfachster und wirtschaftlichster Umbau in freiem Baufeld ohne wesentliche Verkehrseinschränkungen für Stadtbahn und B1
  • In beiden Fahrbahnrichtungen zukünftig regelgerechte Querschnitte, ohne Verschwenkungen
  • Idealaufteilung schafft Mehrwert für alle Verkehrsinfrastrukturen, zukünftige Bahnsteigverlängerungen sind möglich
  • Keine B1-Unfallfahrzeuge mehr im Gleisbereich